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Optimierter Gleisplan für einen Hauptbahnhof in Bad Cannstatt

Kapitel 2: Fahrstraßen und Fahrstraßenausschlüsse

Kapitel 1: Optimierter Gleisplan
Kapitel 3: Leistungsfähigkeit und Fahrplanflexibilität

Diesmal bin ich bei der Erstellung des Gleisplanes auf völlig entgegengesetzte Weise vorgegangen. Ich habe nicht Weichen und Fahrstraßen hinzugefügt, wenn ich Lücken entdeckt habe, und dann geprüft, wie sich das auf die schon gelisteten Fahrstraßen in Form von Ausschlüssen auswirkt. Vielmehr bin ich von der Ideallösung mit 100% Verbindungen ohne Fahrstraßenausschlüssen ausgegangen. Aus Platzgründen musste ich auf viele Gleiswechsel- Bausteine verzichten, was sich zunächst, weiterhin ohne Fahrstraßenausschlüsse, nur auf den Verzicht von Fahrstraßen auswirkte. Denn nicht jedes Bahnsteiggleis muss in der Praxis mit jedem Streckengleis verbunden werden können.

Zusätzlich zu den im schematischen Gleisplan grau hinterlegten Gleiswechsel- Bausteinen gibt es bisher nur wenige Weichen zu konventionellen Verbindungen. Das Gleis p − q ermöglicht die Zufahrt, aus Waiblingen kommend, zu den mittleren und südlichen Bahnsteigen. Die Gleise r − s und u − v schaffen Verbindungen zwischen den Bahnsteiggleisen 1 bzw. 8 und dem Abstellbahnhof. Die Verbindung x − y erlaubt eine Umfahrung des Veranstaltungs- Bahnsteiges der Station Gottlieb- Daimler- Stadion. Nur bei Nutzung dieser Verbindungsgleise gibt es gegenseitige Ausschlüsse zu beachten, alle anderen Fahrstraßen sind sozusagen "reine Lehre". Nachgetragen wurde schließlich noch die Weiche z, deren Aufgabe im vorigen Kapitel erklärt wurde.

Wenn man sich den Alltagsbetrieb mit Störungen, Baustellen usw. vorstellt, kommen bei genauer Analyse sicher noch einige konventionellen Verbindungsgleise hinzu. Vielleicht sind auch meine angenommenen Einschränkungen zu weit gegangen. Dann kann man direkt vor den Bahnsteigen benachbarte Gleise zusätzlich verbinden. So stören die gegenseitigen Ausschlüsse am wenigsten, wenn die Gleise durch Züge zum selben Streckengleis belegt sind. Denn dorthin können sie ohnehin nur nacheinander fahren. Beispiel: Ein Regionalzug von Gleis 5 kann über eine nicht gezeichnete Verbindung zu Gleis 6 einem dort ausgefahrenen Intercity nach Plochingen, Göppingen hinterherfahren. Solche Zusatzweichen sind gängige Praxis, wie auch die Gleispläne von S21 und K21 zeigen.

 

Regeln für Fahrstraßenausschlüsse Wenn, wie hier durchgeführt, die Namen der Fahrstraßen die Buchstaben der von ihr beanspruchten Weichen enthalten, muss man bei jeder zusätzlich gewünschten Fahrstraße prüfen, ob einer der Buchstaben bei beiden vorkommt. Denn jede Weiche kann nur einer Fahrstraße zugewiesen werden.

Hier sind nun die Buchstaben a bis f aber für die Gleiswechsel- Bausteine vergeben, die für sich alleine gesehen, keine Ausschlüsse erzeugen. Die Namen 3ad2 und 2ag3 schließen sich nicht aus, weil nur a gemeinsam ist. Man muss allerdings prüfen, ob Buchstabenfolgen, wie hier ad und ag, bei beiden vorkommen. Wieder ein Beispiel: 2ad2 und 3ad1 schließen sich aus, weil beide die Verbindung a−d benutzen wollen.
 

Diese Regeln sind nach etwas Gewöhnung einfach anzuwenden. Die Namen enthalten hier viel weniger Buchstaben als bei der billigeren Version mit den vielen, fast nur ebenerdig kreuzenden Fahrstraßen. Deshalb habe ich Sie hier vor Kreuzchen- Tapeten verschont und nur die konventionellen Weichen mit ihren Ausschlüssen in den folgenden Listen mit X, Y und Z gekennzeichnet. So sieht man besser, welche zusammengehören.

Sicher gibt es Software, die einem die Aufgaben abnimmt. Ich dachte auch schon daran, die Fahrstraßentabellen dynamisch durch ein Javascript zu erzeugen, aber ich hatte immer andere Prioritäten. Deshalb bitte ich um Nachsicht, wenn bei diesen manuellen Listen hier und da ein Tippfehler ist, der sich vielleicht sogar auf die Tabellen des nächsten Kapitels auswirkt. Hier geht es ja nur um das Prinzip und die Größenordnungen.
 

Liste der Fahrstraßen und Fahrstraßenausschlüsse
                   nach Bahnsteiggleisen sortiert

Name       Art                Ausschlüsse
1dz1     Einfahrt                          Z
1dz9     Ein/aus Abstellbf.                Z
1d2      Einfahrt
1vag3    Ein/aus Abstellbf.   X
1vag4    (Einfahrt)           X

2vadz1   Einfahrt             X            Z
2vadz9   Ein/aus Abstellbf.   X            Z
2vad2    Einfahrt             X
2vag3    Ein/aus Abstellbf.   X
2vag4    Einfahrt             X

3adz1    Einfahrt                          Z
3adz9    Ein/aus Abstellbf.                Z
3ad2     Einfahrt
3ag3     Ein/aus Abstellbf.
3ag4     Einfahrt

4bepq2   Einfahrt                      (!) 1)
4be5     Einfahrt Abstellbf.
4be6     Ausfahrt                      (!)
4bg3     Ausfahrt Abstellbf.
4bg4     Einfahrt

5bepq2                                 (!) 1)
5be5     Einfahrt Abstellbf.
5be6     Ausfahrt                      (!)
5bg3     Ausfahrt Abstellbf.
5bg4     Einfahrt

6cepq2   Einfahrt                      (!) 1)
6ce5     Ein/aus Abstellbf.
6ce6     Ausfahrt                      (!)
6cf7     Ausfahrt
6cf8     Ausfahrt

7sce5    Ein/aus Abstellbf.        Y
7sce6    Ausfahrt                  Y   (!)
7cf7     Ausfahrt
7cf8     Ausfahrt

8sce5    Ein/aus Abstellbf.        Y
8sce6    (Ausfahrt)                Y   (!)
8f7      Ausfahrt
8f8      Ausfahrt

1)Einfahrt von Waiblingen auf Gleise 4, 5 oder 6 nur 
verwenden, wenn der Zug Kopf machen soll. Züge 
der Esslinger Strecke, die ausnahmsweise Richtung 
Esslingen zurückfahren sollen, müssen schon in Unter-
türkheim auf Streckengleis 7 wechseln oder über 
den Abstellbahnhof und Streckengleis 6 einfahren. 

Liste der Fahrstraßen und Fahrstraßenausschlüsse
                   nach Streckengleisen sortiert

Name       Art                Ausschlüsse
1dz1     Einfahrt                          Z
2vadz1   Einfahrt             X            Z
3adz1    Einfahrt                          Z        

1d2      Einfahrt
2vad2    Einfahrt             X
3ad2     Einfahrt
4bepq2   Einfahrt                       (!)  1)
5bepq2   Einfahrt                       (!)  1)
6cepq2   Einfahrt                       (!)  1)

1vag3    Ein/aus Abstellbf.   X
2vag3    Ein/aus Abstellbf.   X
3ag3     Ein/aus Abstellbf.
4bg3     Ausfahrt Abstellbf.
5bg3     Ausfahrt Abstellbf.

1vag4    (Einfahrt)           X
2vag4    Einfahrt             X
3ag4     Einfahrt
4bg4     Einfahrt
5bg4     Einfahrt

4be5     Einfahrt Abstellbf.
5be5     Einfahrt Abstellbf.
6ce5     Ein/aus Abstellbf.
7sce5    Ein/aus Abstellbf.         Y
8sce5    Ein/aus Abstellbf.         Y

4be6     Ausfahrt                       (!)
5be6     Ausfahrt                       (!)
6ce6     Ausfahrt                       (!)
7sce6    Ausfahrt                   Y   (!)
8sce6    Ausfahrt                   Y   (!)

6cf7     Ausfahrt
7cf7     Ausfahrt
8f7      Ausfahrt

6cf8     Ausfahrt
7cf8     Ausfahrt
8f8      Ausfahrt

1dz9     Ein/aus Abstellbf.                Z
2vadz9   Ein/aus Abstellbf.   X            Z
3adz9    Ein/aus Abstellbf.                Z

 
 

Stand 02.12.10                                           Zurück zur Startseite                      Zurück zur Seite Optimierter Gleisplan