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Eisenbahn ab Epoche 1 :

 

Einführende Seiten :
Trassierung früher Eisenbahnen

Das umfangreiche Kernthema :
   Landkarten und Hinweise zur
   Geschichte der Bahnstrecken

Ausgewählte Strecken :
   Die Schwarzwaldbahn, warum
          durch diese Täler?
   Fernbahnen im Südwesten-
         Es kam anders

Beispiele für Bahnreisen :
      in der Anfangszeit :
   Fernreise im Jahr 1860

 

      Streckennetz im Jahr 1860
      Bahnreise Hannover- Passau
      Durch Thüringen und Bayern
      Endstation Straubing

 

 

Eisenbahn ab Epoche 2

Reise- Fahrrad

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Eine Fernreise per Bahn im Jahr 1860 (Fortsetzung)

Durch Thüringen und Bayern

Nun geht es nach Süden über den Thüringerwald in das obere Werratal. Die erst vor kurzem fertiggestellte Mittelgebirgsstrecke zeigt, dass sich die Ingenieure inzwischen leichter tun: Die stärkeren Lokomotiven haben eine Heraufsetzung der maximal erlaubten Steigung zugelassen. Auch der Tunnelbau ist Routine geworden. Der Rennsteig wird gleich bei Eisenach im Tunnel unterquert. Auch wo die Strecke bei Eisfeld das Werratal verlassen muss, folgt ein Mittelgebirgs- Abschnitt nach Coburg hinunter, Höhenunterschied etwa zweihundert Meter. Hier gibt es noch viele Baustellen, erst spät Abends sind die beiden Diplomaten in Coburg.

Auch dieser knapp 30 km lange Abschnitt ist heute auf keiner Karte mehr zu finden. Daran war die deutsche Teilung schuld. In einem alten Vorkriegs- Atlas habe ich den Streckenverlauf gefunden: Von Eisfeld ging es in der Gegend der jetzigen Bundesstraße 4 über einen Sattel und dann nördlich des Lautertals zum Schloss Rösenau (jetzt Rödental) hinunter.

Das kurze Stück von Coburg nach Lichtenfels war im Jahr 1860 auch gerade erst einige Monate in Betrieb, aber dann ging es schnell mit der Bayrischen Nord- Südbahn fahrplanmäßig nach Nürnberg. Auch auf der brandneuen Strecke nach Regensburg war schon Fahrplanbetrieb, und es klappte tatsächlich. Für den einen Nachmittagszug wurden die überall noch stattfindenden Arbeiten kurz unterbrochen.

Heute fahren die Züge von Nürnberg über Neumarkt und Parsberg fast der Luftlinie folgend nach Regensburg. Die erste Verbindung ging aber über Röthenbach, südlich an Lauf und Hersbruck vorbei, um Brücken über die Pegnitz zu sparen, nach Sulzbach- Rosenberg und Amberg. Diese wichtigen Städte durften nicht links liegengelassen werden. Auch war die Trassierung einfacher als durch das zerktüftete Gebiet auf der Luftlinie. Vor Sulzbach- Rosenberg konnte die Höhe der Fränkischen Alb in einem allmählich ansteigenden Tal erklommen werden. Ebenso sanft ging es von Amberg wieder ins Naabtal bei Schwandorf hinab.

Dieser Ort sollte drei Jahre später zu einem wichtigen Bahnknotenpunkt werden. 1861/62 wurde die Nürnberger Strecke bis Prag verlängert. Und 1863 konnte man von Regensburg direkt nach Hof und Sachsen fahren.

  Kartenausschnitt mit Staatsgrenzen

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